Große Brichkuhle

Die Große Brichkuhle und der etwa 150 Meter südlich davon liegende Weringer Pohl, sind – wie der Erdfall im Hanstein – typische „Dolinen“, wie sie in Regionen mit Kalkuntergrund vorkommen.

Mit einem Durchmesser von über 35 Metern und einer maximalen Tiefe von 25 Metern ist die Große Brichkuhle der bei weitem größte Erdfall der Region.

Der Weringer Pohl ist eine sogenannte „Nassdoline“. Dieser nur etwa 6 Meter tiefe Erdfall ist fast ständig mit Wasser gefüllt, weil wasserstauender Lehm in den Erdfall eingeschwemmt wurde.

Beide Dolinen sind als Naturdenkmale geschützt.

Gut Redingerhof

Bereits um 800 siedelten Bauern an der Stelle des heutigen Redingerhofs. Der Name Redinghusen wurde 1271 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Bis zur Auflösung des Fürstbistums Anfang gehörte Redinghusen dem Paderborner Bischof. 1816 erwarb Franz Ignaz den Hof. Nach einem Brand baute dessen Enkel 1911 das heutige Gutshaus. Der Turm aus dem 12. Jahrhundert, früher von einem Wassergraben umgeben, diente als Speicher und Wohnstätte in Belagerungszeiten. Heute laden ein Café-Restaurant und ein gemütlicher Biergarten unter alten Bäumen zum Einkehren ein.

Vom Gut Redingerhof ist eine etwa 1,2 km lange Zuwegung zum Paderborner Höhenweg beschildert.

Mausoleum der Familie Uhden

Da den protestantischen Uhdens die Bestattung ihrer Toten auf dem katholischen Friedhof in Neuenbeken verwehrt wurde, ließ Simon August Uhden in den Jahren 1842 bis 1846 ein Mausoleum für sich und seine Familie in unmittelbarer Nähe zu seiner Glashütte erbauen.

Das aus Kalkbruchsteinen errichtete Gebäude besitzt einen Grundriss von 4,30 x 6,75 Metern, eine Gewölbehöhe von 2,75 Metern und eine Wandstärke von 1,45 Metern. Es war in seinem ursprünglich zweigeschossigen Originalzustand bis in die 1930er-Jahre erhalten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das obere Geschoss, in dem sich ein Trauerraum befand, abgetragen. Den Totenraum mauerte man bereits 1911 zu, nachdem die Eingangstür eingeschlagen und ein Sarg geöffnet worden war. Die Mauer bot allerdings nicht ausreichend Schutz davor, sodass sich Unbekannte – vermutlich auf der (erfolglosen) Suche nach Grabbeigaben – 1949 gewaltsam Zutritt zum Totenraum verschafften.

1981 wurde das Mausoleum vom Heimatverein Neuenbeken gesichert und mit seinem heutigen Dach versehen. Im Mausoleum sind acht Tote beigesetzt, darunter auch Gründer Simon August Uhden (gest. 14.12.1869).

Buche mit den zwei Beinen

Bei der „Buche mit den zwei Beinen“ handelt es sich um eine bemerkenswerte, recht ungewöhnliche Spielart der Natur. Der Baum wächst mit vormals zwei eigenständigen Stämmen mit jeweils eigenen Wurzelstöcken aus dem Boden. In rund drei Meter Höhe sind beide Stämme zu einem einzigen zusammengewachsen.

Bei Baumarten mit dünner Rinde wie der Buche kommen Zweigverwachsungen im Kronenbereich häufiger vor. Weitaus seltener hingegen sind derartige Verwachsungen im Stammbereich wie hier bei der „Buche mit den zwei Beinen“. Forstbiologen erklären die Entstehung dadurch, dass durch das Aneinanderreiben von Zweigen, Ästen oder Stämmen Wachstumszellen unter der Borke freigelegt werden, die relativ schnell – vermutlich in ein bis zwei Vegetationszeiten – miteinander verwachsen.

Hier wurden vermutlich in einem dichten Buchenjungwuchs zwei Exemplare in drei bis vier Metern Höhe durch „drängelnde“ Nachbarbäume aneinander gedrückt, haben sich im Wind gerieben und dann beschlossen, als ein Exemplar den Stürmen des Baumlebens zu trotzen.

Aussichtsplattform Parnacken

Von dieser im Jahr 2014 auf dem Parnacken errichteten Aussichtsplattform bietet sich ein großartiger Blick auf den 230 Meter langen Kleinen Viadukt, der das Dunetal überspannt, und auf das Beketal zwischen Neuenbeken und Altenbeken, das zu den schönsten Bachtälern des Paderborner Landes gehört. Das liebliche Tal wird von der rund 17 km langen Beke (niederdeutsch für „Bach“) durchflossen, die auch für die beiden Ortschaften Neuenbeken und Altenbeken namensgebend war. Die Täler der unteren Hochfläche sind im Gegensatz zur rauen oberen Hochfläche im Süden reich an Obstbäumen, die im Frühjahr einen schönen Blütensaum um die Dörfer bilden.

Steinbruch im Hanstein

Geologische Aufschlüsse – also Stellen, an denen das im Untergrund befindliche Gestein deutlich sichtbar ist – wie dieser hier am Hanstein im Beketal, die häufig durch ehemalige Steinbrüche entstanden, sind an zahlreichen Stellen im Bereich der Paderborner Hochfläche zu finden. Der im Untergrund der Paderborner Hochfläche liegende Kalkstein diente jahrhundertelang als Baumaterial für Kirchen, Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen. Die romanische Pfarrkirche in Neuenbeken sowie einige weitere Gebäude im Ort sind aus dem heimischen Kalkstein erbaut.

Darüber hinaus wurde er – im Fischgrätenmuster verlegt – als Pflasterstein für Gehwege und in Bauernhäusern als „Bodenbelag“ auf Deelen verwendet. Da der Kalkstein relativ anfällig für Verwitterungseinflüsse ist – insbesondere wenn Streusalz hinzukommt – existieren heutzutage leider nur noch vereinzelt Reste dieses sogenannten „Tudorfer Pflasters“ im Außenbereich. Bestaunen kann man es hingegen im Kreuzgang des Paderborner Doms, wo die Steine keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt und daher besonders gut erhalten sind.

An den Wänden des Steinbruchs ist deutlich zu erkennen, dass das im Untergrund der Paderborner Hochfläche liegende Gestein aus verschiedenen Schichten besteht. Es handelt sich um Ablagerungen von abgestorbenen Meerestieren, von Muscheln und Seeigeln, die vor rund 130 Millionen Jahren in der Oberen Kreidezeit (Turon) hier in einem Meer lebten.

Neben den waagerechten Bankungsfugen werden die Kalkbänke von senkrechten Klüften durchzogen. Solche Klüfte sind die Ursache für das Versickern der Bäche, die aus dem Sauerland und dem Eggegebirge in die Hochfläche einfließen. Nur einige hundert Meter von hier verliert die Beke in den Spalten des felsigen Bachbetts ihr Wasser.

Erdfall im Hanstein

Der Erdfall im Hanstein war ursprünglich ein trichterförmiger Schacht von etwa zwei Metern Durchmesser. Er wurde jahrzehntelang als „Fillerkuhle“ benutzt, in die eingegangenes Vieh hineingeworfen wurde. Um 1945 erfolgte eine neuerliche Absackung. Seitdem zeigt sich am Boden des Erdfalls ein schräg nach unten führender Hohlraum, an dem man deutlich die großräumigen Auswaschungen im Kalkgestein erkennen kann.

Dolinen – der Begriff leitet sich vom slowenischen Wort „dolina“ (= Tal) her – fallen oft erst bei genauerem Hinsehen auf. Baum- und Strauchgruppen, die inmitten offener Ackerflächen stehen, sind ein ziemlich wahrscheinlicher Hinweis auf eine Doline, aus der sie herauswachsen. Im Wald – wie hier – sind Erdfälle eher unscheinbar.

Die natürlichen, meist trichterförmigen Einstürze entstehen, weil die auf die Oberfläche treffenden Niederschläge in den klüftigen Kalksteinschichten versickern. Das kohlensäurehaltige Wasser [H2CO3] löst Calciumcarbonat [CaCO3] in wasserlösliches Calciumhydrogencarbonat [Ca(HCO3)2] – anders ausgedrückt, es löst Kalk aus dem Gestein. Ein Kubikmeter Wasser kann rund 150 Gramm Kalk enthalten. Die Gesteinsfugen und Gesteinsrisse werden durch Auswaschungen vergrößert. Dadurch entstehen Klüfte und unterirdische Hohlräume. Werden diese zu groß, kann die Oberfläche einbrechen und eine Doline entsteht.

Wenn eingeschwemmte Lehmpartikel den Boden des Erdfalls abdichten und dadurch das Versickern des Wassers verhindern, können sich „Tümpel“ bilden. Ein Beispiel dafür ist der „Weringer Pohl“ rund 250 Meter nördlich von Hindahls Kreuz. Nur etwa 150 Meter davon entfernt befindet sich die größte Doline dieser Gegend, die „Große Brichkuhle“. Sie weist einen Durchmesser von rund 40 Metern und eine Tiefe von bis zu 25 Metern auf. Im Vergleich dazu gehört der Erdfall hier eher zu den kleineren Erdfällen.

Baumhaus Neuenbeken

Das Baumhaus Neuenbeken ist teilweise an Bäumen „aufgehängt“, teilweise steht es auf Pfosten und „schwebt“ so aufgrund der Hanglage zwischen 2,50 und 7,50 Metern über dem Waldboden. Sowohl für die Außenwände als auch für die Inneneinrichtung diente Lärchenholz als Baumaterial. Aufgrund seiner Lage bietet das Baumhaus einen schönen Blick über das Beketal. Sowohl vom Innenbereich als auch von der Veranda aus können manchmal Tiere direkt in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Gemäß dem Motto „In der Natur über die Natur lernen“ wurde das Baumhaus im Jahr 2008 in erster Linie für den Unterricht von Schulklassen – vorrangig aus der Grundschule – gebaut. Es bietet Originalbegegnungen in einer abwechslungsreichen Natur. Die Kinder setzen sich mit allen Sinnen forschend und lernend in der Natur mit der Natur auseinander. Sie er­leben, erkunden, beobachten und untersuchen den Lebensraum Wald.

Die Beke

Die Beke ist ein rund 17 Kilometer langer Bach, der im Altenbekener Ortsteil Buke auf einer Höhe von 317 Metern ü. NN entspringt. Bis Altenbeken fließt sie zunächst nordwärts, wobei sie die Wässer der Max-und-Moritz-Quellen und der Bollerbornquelle aufnimmt. Dann wendet sie ihren Lauf nach Westen. Noch in Altenbeken münden der von Kempen kommende Sagebach und der am Hang des Winterbergs entspringende Kuhlbornbach in die Beke. Später nimmt sie von rechts die Durbeke, dann von links die Silberbeke aus dem Dunetal auf. Bei den letztgenannten beiden Tälern handelt es sich um für die Paderborner Hochfläche typische Trockentäler, die sehr selten – nur nach längerem Starkregen oder nach der Schneeschmelze – Wasser führen.

Im Sommer liegen auch weite Teile der Beke meistens trocken, weil das Wasser in sogenannten „Bachschwinden“ oder „Schwalglöchern“ ab etwa einem Kilometer oberhalb von Neuenbeken im klüftigen Kalksteinuntergrund versickert. Bis kurz vor Marienloh ist das Bachbett der Beke zeitweilig trocken. Durch eine kleine Quelle führt die Beke ab dort zumindest als kleines Rinnsal ganzjährig bis zu ihrer Mündung in die Lippe Wasser.

Das in den Spalten des Kalksteinuntergrunds verschwundene Wasser fließt in unterirdischen Hohlräumen nach Norden und tritt vermutlich in Bad Lippspringe in den Lippequellen wieder an die Oberfläche.

Pfarrkirche St. Marien

Die romanische Pfarrkirche St. Marien stammt aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Der quadratische Westturm hat eine Höhe von 28 Metern und ist wie die Kirche aus dem örtlichen Kalkstein errichtet.

Im Chorraum sind romanische Wandmalereien erhalten. Sie zeigen die Heiligen Drei Könige mit den Hirten, Ambrosius, Gregorius, Augustinus und Hieronymus. Am Gewölbe sind Christus, die vier Evangelistenzeichen, Maria, Johannes und Abrahams Opfer dargestellt. Im Querschiff ist das Abendmahl und die Kreuzabnahme zu sehen.

Nach umfassender Renovierung erstrahlt die Kirche seit 2010 wieder in neuem Glanz.