Bei der „Buche mit den zwei Beinen“ handelt es sich um eine bemerkenswerte, recht ungewöhnliche Spielart der Natur. Der Baum wächst mit vormals zwei eigenständigen Stämmen mit jeweils eigenen Wurzelstöcken aus dem Boden. In rund drei Meter Höhe sind beide Stämme zu einem einzigen zusammengewachsen.
Bei Baumarten mit dünner Rinde wie der Buche kommen Zweigverwachsungen im Kronenbereich häufiger vor. Weitaus seltener hingegen sind derartige Verwachsungen im Stammbereich wie hier bei der „Buche mit den zwei Beinen“. Forstbiologen erklären die Entstehung dadurch, dass durch das Aneinanderreiben von Zweigen, Ästen oder Stämmen Wachstumszellen unter der Borke freigelegt werden, die relativ schnell – vermutlich in ein bis zwei Vegetationszeiten – miteinander verwachsen.
Hier wurden vermutlich in einem dichten Buchenjungwuchs zwei Exemplare in drei bis vier Metern Höhe durch „drängelnde“ Nachbarbäume aneinander gedrückt, haben sich im Wind gerieben und dann beschlossen, als ein Exemplar den Stürmen des Baumlebens zu trotzen.

