Der Orden der der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut wurde 1885 vom österreichischen Trappistenmönch Franz Pfanner in Südafrika gegründet. Seine Idee beschrieb er so: „Der Geist, den ich meinen Schwestern einprägen will, ist die Freundlichkeit und Heiterkeit.“
Dabei war es ihm ein großes Anliegen, Kinder und Erwachsene unabhängig von Hautfarbe, Rasse und Religion gleichermaßen zu fördern – damals zum Ärger der südafrikanischen Kolonialregierung. Eine besondere Notwendigkeit sah er in der Erziehung und Förderung der Mädchen und Frauen.
Die junge Schwesternschaft wuchs rasch. So wurden erst Südafrika, dann auch in Europa immer mehr Stationen des Ordens errichtet. In über 90 Niederlassungen sind zurzeit weltweit rund 900 Schwestern tätig. Sie leben und arbeiten in vielen Ländern Afrikas, in Nordamerika, Kanada, Papua Neuguinea, Deutschland, Dänemark, Italien, Niederlande, Österreich, Portugal, Rumänien und Korea.
In Neuenbeken gibt es das Provinzhaus seit 1914. Zum Haus gehören eine Paramentenstickerei, eine Keramikwerkstatt und ein Museum, die nach Absprache besichtigt werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, im „Gästehaus Franz Pfanner“ zu übernachten. Es stehen sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer zur Verfügung. Eine vorherige Reservierung ist erforderlich (Tel. 05252 9650-0).
Das Klostercafé bietet samstags und sonntags von 14.30 bis 17.00 Uhr frische Waffeln, Kuchen, Kaffee und andere Getränke an. Gruppen werden um vorherige Anmeldung gebeten.

