Mausoleum der Familie Uhden

Da den protestantischen Uhdens die Bestattung ihrer Toten auf dem katholischen Friedhof in Neuenbeken verwehrt wurde, ließ Simon August Uhden in den Jahren 1842 bis 1846 ein Mausoleum für sich und seine Familie in unmittelbarer Nähe zu seiner Glashütte erbauen.

Das aus Kalkbruchsteinen errichtete Gebäude besitzt einen Grundriss von 4,30 x 6,75 Metern, eine Gewölbehöhe von 2,75 Metern und eine Wandstärke von 1,45 Metern. Es war in seinem ursprünglich zweigeschossigen Originalzustand bis in die 1930er-Jahre erhalten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das obere Geschoss, in dem sich ein Trauerraum befand, abgetragen. Den Totenraum mauerte man bereits 1911 zu, nachdem die Eingangstür eingeschlagen und ein Sarg geöffnet worden war. Die Mauer bot allerdings nicht ausreichend Schutz davor, sodass sich Unbekannte – vermutlich auf der (erfolglosen) Suche nach Grabbeigaben – 1949 gewaltsam Zutritt zum Totenraum verschafften.

1981 wurde das Mausoleum vom Heimatverein Neuenbeken gesichert und mit seinem heutigen Dach versehen. Im Mausoleum sind acht Tote beigesetzt, darunter auch Gründer Simon August Uhden (gest. 14.12.1869).

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