Aussichtspunkt Papenberg

Vom knapp 290 Meter hohen Aussichtspunkt Papenberg eröffnet sich ein weiter Blick in westliche Richtung. Im Vordergrund ist Neuenbeken, auf der Höhe dahinter Benhausen zu sehen.

Bei genauem Hinschauen lässt sich sogar der Verlauf des sogenannten „Benhauser Bogens“ ausmachen: Die Bahnstrecke zwischen Paderborn und Altenbeken führt in einem großen Halbkreis nördlich um Benhausen herum, bevor sie kurz vor Neuenbeken die Landstraße 755 kreuzt und anschließend südlich des Beketals in Richtung Kleiner Viadukt verläuft.

Dann folgt die Paderborner Kernstadt mit dem 92 Meter hohen Domturm. Nordwestlich erkennt man Bad Lippspringe, Schlangen und im Hintergrund den Truppenübungsplatz Senne.

Fast 200 Meter beträgt der Niveauunterschied zwischen der Paderborner Innenstadt und dem Aussichtspunkt Papenberg. Er spiegelt die Neigung der im Untergrund liegenden schräg gestellten Gesteinsschichten der Paderborner Hochfläche wider, die rund fünf Kilometer weiter östlich von hier – vor dem Eggegebirge – bis auf fast 400 Meter ansteigen. Ihr Untergrund besteht aus mächtigen, wasserlöslichen Kalkstein- und Mergelschichten, abgelagert in einem Meer vor rund 130 Millionen Jahren.

Zu den Naturphänomenen dieser Gegend gehören daher die Bachschwinden, die das fließende Wasser in Spalten des Kalkgesteins versickern lassen. So tritt das bei Neuenbeken versinkende Wasser der Beke beispielsweise nach einem mehrtägigen unterirdischen Weg in den Lippequellen in Bad Lippspringe wieder an die Erdoberfläche.

Die Paderborner Hochfläche weist – wie von dieser Stelle aus gut zu sehen ist – ein hohes Windkraftpotential auf. Daher gehört sie zu den Regionen mit der größten Dichte von Windkraftanlagen im deutschen Binnenland.

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